Grau ist alle Theorie und genau aus diesem Grund gibt es heute mal ein ganz handfestes Beispiel für ein erfolgreiches Drop-Shipping Projekt. Der Hobby-Designer und Freizeit-Programmierer Alexander Hupe startete im Jahr 2005 mit seinem Webshop www.endlichzuhause.de. Was zunächst als reines Hobby begann, entwickelte sich bereits 2007 zu einem Vollzeit-Unternehmen, in dem sich das Handelsvolumen innerhalb der ersten beiden Jahre jeweils verdoppelte. Hupes Idee vom Handel mit Produkten rund um Küche, Tisch und Tafel sowie Wohnaccessoires ging voll auf. Inzwischen können Kunden aus einem Sortiment von rund 4.000 Artikeln wählen, die schön übersichtlich nach den Themen “Tisch und Tafel”, “Schöner Wohnen”, “Moderne Küche” und “Geschenke” sortiert sind.
Eine solche Vielzahl unterschiedlicher Produkte stellt natürlich enorme Anforderungen an die Lagerhaltung und Logistik eines Unternehmens. So auch bei www.endlichzuhause.de. Da Alexander Hupe über keine große Lagerfläche verfügte, wurden Artikel oft erst beim Großhändler bestellt, wenn der Endkunde bereits bei Hupe bestellt hatte. Das führte zu sehr langen Lieferzeiten, die von den Kunden nicht toleriert wurden. Außerdem führte es dazu, dass Hupe, der noch alles eigenhändig verpackte und verschickte, so manche Nacht- und Wochenendschicht einlegen musste. So konnte es nicht weitergehen – um langfristig mit seinem Online-Shop erfolgreich und konkurrenzfähig zu sein, musste Hupe seinen Webshop dringend professionalisieren. Er entschied sich 2008 für die Umstellung auf DropShipping, die ihm von einem Großhändler, der seine gute Geschäftsentwicklung beobachtet hatte, angeboten wurde. Inzwischen wächst sein Unternehmen nicht mehr ganz so rasant, aber auf 20% – 30% jährlich kommt er immer noch.
Bei allen Vorteilen, wie z.B. keine eigene Lagerhaltung, kein Logistikaufwand, weniger Personalbedarf, den DropShipping bietet, sieht Alexander Hupe jedoch auch den einen oder anderen Nachteil. So ist die Anbindung des eigenen Warenwirtschaftssystems an die Logistik des Großhändlers relativ aufwändig, aber dringend notwendig. Schließlich rufen die Kunden seine eigene Kunden-Hotline an, um sich über den Status ihrer Bestellung zu informieren. Da müssen dann alle Daten wie z.B. wo genau sich die Sendung gerade befindet, um wie viele Packstücke es sich handelt, etc. greifbar sein, um dem Kunden sofort und fundiert Auskunft geben zu können. Eine gewisse Gefahr sieht Hupe auch darin, sich allein an einen DropShipping-Lieferanten zu binden, denn es könne durchaus sein, dass dieser irgendwann auf die Idee komme, einem mit einem eigenen Online-Shop Konkurrenz zu machen. Es sei daher sinnvoll dies bereits frühzeitig vertraglich zu regeln.
Mittlerweile arbeitet Alexander Hupes Unternehmen mit mehreren DropShipping-Lieferanten und kann seinen Kunden in der Regel Lieferzeiten von 24 Stunden garantieren. Für die Zukunft wird an der Verbesserung des Warenwirtschaftssystems sowie an einer Erweiterung des Sortiments gearbeitet.
Alexander Hupe hat der Redaktion von DropShipping.de ein Interview gegeben und über seine Erfahrungen und die Entwicklung seines Unternehmens berichtet. Das komplette Interview können Sie auf DropShipping.de lesen.
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